KUNST                  KÖRPER               GEIST
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MEIN WEG

Als kleines Mädchen fragte ich mich oft: Wer bin ich? Woher komme ich eigentlich wirklich? Wie kann ich in diesem Körper sein und sehen, sprechen, fühlen? Ich war auch einige Zeit lang fest davon überzeugt, dass meine Eltern nicht wirklich meine Eltern sind, dass ich irgendwie nur "zu Besuch" da sei...

Ich wuchs in einer klassisch gutbürgerlichen Familie auf. Viele Male zogen wir um und ich lernte Abschied zu nehmen und immer wieder neu zu beginnen. Dabei machte sich vorteilhaft bemerkbar, dass ich mit mir selbst wunderbar auskam. Als kleines Kind wurde meinem wilden Tatendrang schnell Grenzen gesetzt, so dass ich meine Abenteuerlust in Kreativitäten aller Art für mich allein auslebte. Es blieb die Begeisterung zu malen und zu gestalten, was mich nach dem Abitur zur Kunst führte. Erst theoretisch, dann praktisch.

Als ich mich zu einem Atelierleben entschied, wurde die abstrakte Malerei mein Genre. Eine echte Herausforderung für meine linkshirn-dominante Struktur! Bis dahin liebte ich es zu organisieren, zu managen und nach Plan vorzugehen. Und plötzlich sollte ich, nein mußte ich all dies über Bord werfen, wenn ich mein Atelier betrat und ein lebendiges Bild entstehen sollte. Ich lernte mich fallen zu lassen, in den Augenblick, in eine Führung, mit der ich zunächst anstrengende Kämpfe ausfocht. Eines Tages hatte ich es jedoch begriffen und es öffnete sich eine Tür zu meiner inneren Stimme, meiner Intuition und ich spielte mit Farben, Formen, Material...

Und dann war sie plötzlich da, die Eingebung "Yoga"! Sie kam in einem Moment der Leere in mein Leben und füllte ein Vakuum in mir. Mit dem Entschluss Yogalehrerin zu werden sprudelte in mir die reine kindliche Freude eines kleinen Mädchens vor Weihnachten.

Im Yoga begegnete ich meinem schmerzenden Körper und den Tiefen meines Geistes. Ich erkannte die Instanz meines Egos, das künstlerische Schaffen zum Zwecke der Anerkennung im Außen verlor seinen Reiz. Ich wurde vorbereitet auf eine neue Dimension meines Dasein.

Das zeigte sich durch einen waghalsigen aber dennoch unausweichlichen Sprung heraus aus einem etablierten Leben hinein ins ... ICH BIN!

Ich zog aus in ein neues Leben und ließ alles hinter mir. Ich folgte der Stimme meiner Seele und schaffte mir Bedingungen, in denen ich der Frage meiner Kindheit noch mehr auf den Grund gehen konnte. Woher komme ich? Wer bin ich wirklich?

Ich habe viele Antworten dazu bekommen. Und ich habe gelernt, dass eine wichtige Aufgabe meines Lebens darin besteht, mich selbst zu erfahren, mich selbst zu ermächtigen und den Herzenswunsch meiner Seele zu erfüllen.

Ich habe die Liebe in und zu mir gefunden und sehe sie in allem, was mich umgibt und in jedem, der mir begegnet. Ich gehe bewusst, voller Absicht vertrauensvoll den Weg meines Herzens und weiß, dass alles, was ich erlebe, spüre, gestalte und erschaffe das Ergebnis meiner eigenen Entscheidung und Verantwortung ist.

Nicht nur durch meinen Yogaweg sondern mittlerweile noch intensiver In meiner schamanischen Arbeit spüre ich die Verbindung zwischen Mutter Erde und Vater Himmel, sie verbindet mich mit den Spirits, den Wesen der Anderswelt. Sie sind mein täglicher Begleiter in allen Transformationsprozessen, ich weiß um ihre liebevolle Unterstützung und kann vertrauen. Ich erinnere mich mehr und mehr an die unendlichen Weiten des Universum, an all das Wissen und an das große Ganze, von dem ich ein wichtiger Teil bin.

 

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